11,1a In manchen Handschriften fehlt die Wendung in Ephesus.

21,1b Griech. die Heiligen.

31,11 O. sind wir Gottes Erbe geworden.

41,17 Griech. Offenbarung.

51,18 O. erkennt, wie sehr Gott verherrlicht wurde, indem er sein Volk erkaufte.

62,13 Griech. des Christus.

72,19 Griech. den Heiligen.

83,6 Griech. Leib.

93,8 Griech. den Heiligen.

103,14 In manchen Handschriften heißt es zum Vater unseres Herrn Jesus Christus.

113,18 Griech. was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist.

124,8 Psalm 68,19.

134,9 O. in die unteren Teile der Erde.

144,17 Griech. Heiden.

154,25 Sacharja 8,16.

164,26 Psalm 4,5.

175,3 Griech. Heilige [seid].

185,21 Griech. in der Furcht Christi.

195,26 Griech. um sie zu heiligen; er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort.

205,31 1. Mose 2,24.

216,2-3 5. Mose 5,16.

226,4 Griech. Reizt eure Kinder nicht (zum Zorn), sondern erzieht sie in der Unterweisung und Ermahnung, wie sie zum Herrn gehören.

236,17 Griech. den Helm des Heils.

246,18 Griech. die Heiligen.

256,23 Griech. Brüder.

Der Brief an die Philipper

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Inhaltsverzeichnis

Der Brief an die Philipper

Grüße von Paulus

1Phil Diesen Brief schreiben Paulus und Timotheus, Diener von Christus Jesus. Er richtet sich an alle Gläubigen in Philippi, an die Ältesten1 und Diakone.

2Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, dem Herrn.

Dank und Gebet

3Jedes Mal, wenn ich an euch denke, danke ich meinem Gott. 4Ich bete immer für euch und tue es mit frohem Herzen. 5Denn ihr habt euch vom ersten Tag an bis heute gemeinsam mit mir für die gute Botschaft eingesetzt. 6Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt.

7Es ist nur natürlich, wenn ich so empfinde, denn ihr liegt mir sehr am Herzen. Gemeinsam empfangen wir die Gnade Gottes, ob ich nun im Gefängnis bin oder die Botschaft Gottes verteidige und bekräftige. 8Gott weiß, wie sehr ich mich mit der herzlichen Liebe von Christus Jesus nach euch sehne. 9Ich bete darum, dass eure Liebe zueinander noch tiefer wird und dass sie an Erkenntnis und Einsicht zunimmt. 10Denn ihr sollt im Stande sein zu erkennen, worauf es ankommt2, damit ihr rein und vorbildlich vor Christus steht, wenn er wiederkommt, 11erfüllt mit dem Guten, das der Glaube in euch wirkt3, denn auf diese Weise wird Gott geehrt.

Freude darüber, dass Christus gepredigt wird

12Liebe Freunde4, ihr sollt wissen, dass alles, was hier mit mir geschehen ist, letztlich zur Verbreitung der Botschaft Gottes beigetragen hat. 13Denn hier weiß jeder – und das gilt sogar für die Soldaten der Palastwache –, dass ich für Christus in Ketten liege. 14Doch durch meine Gefangenschaft haben viele5 Mut gefasst und sind sehr viel furchtloser darin geworden, anderen von Christus zu erzählen. 15Manche tun dies zwar nur aus Eifersucht und Rivalität, aber andere predigen Christus auch mit guten Absichten. 16Sie predigen aus Liebe zu mir, weil sie wissen, dass der Herr mich hierher gebracht hat, um für seine gute Botschaft einzustehen. 17Die anderen aber verkünden Christus aus selbstsüchtigen Motiven und nicht aus ehrlichem Herzen. Sie wollen mir meine Gefangenschaft noch schmerzhafter machen. 18Doch ob ihre Beweggründe nun ehrlich sind oder nicht: die Botschaft von Christus – auf welche Weise auch immer – wird verkündet, und darüber freue ich mich. Und ich werde mich weiter freuen, 19denn ich weiß, dass dies alles durch eure Gebete und durch die Hilfe des Heiligen Geistes6 zu meiner Befreiung führen wird.

Paulus lebt für Christus

20Ich erwarte und hoffe sehr, dass ich nie etwas tun werde, dessen ich mich schämen müsste, sondern dass ich immer – wie bisher auch – unerschrocken für Christus eintreten werde und durch mein Leben Christus in allem geehrt wird, ob ich nun lebe oder sterbe. 21Denn Christus ist mein Leben, aber noch besser wäre es, zu sterben und bei ihm zu sein.722Doch wenn ich lebe, dann trägt meine Arbeit für Christus Früchte. Deshalb weiß ich wirklich nicht, was ich wählen soll. 23Ich fühle mich zwischen zwei Wünschen hin und her gerissen: Ich sehne mich danach, zu sterben und bei Christus zu sein, denn das wäre bei weitem das Beste. 24Doch für euch ist es besser, wenn ich lebe.

25Darauf vertraue ich und deshalb werde ich bei euch bleiben, damit ihr im Glauben wachst und erlebt, welche Freude der Glaube bringen kann. 26Wenn ich dann zu euch zurückkomme, werdet ihr sogar noch mehr Grund haben, stolz davon zu erzählen, was Christus Jesus für mich getan hat.

Leiden für Christus

27Ihr sollt so leben, wie es der Botschaft von Christus entspricht. Ob ich komme und euch wieder sehe oder ob ich nur von euch höre, haltet im Geist fest zusammen und kämpft gemeinsam für den Glauben an die Botschaft Gottes. 28Lasst euch von euren Feinden nicht einschüchtern. Für sie ist das ein Zeichen, dass sie verloren sind, für euch dagegen ein Zeichen, dass ihr gerettet seid, und zwar durch Gott selbst! 29Denn ihr habt nicht nur das Vorrecht, an Christus zu glauben, ihr dürft auch für ihn leiden. 30Diesen Kampf kämpfen wir gemeinsam. Schon früher habt ihr mich für Christus leiden sehen, und jetzt hört ihr davon.

Die Erniedrigung und Erhöhung von Christus

2Phil Ermutigt ihr euch gegenseitig, Christus nachzufolgen? Tröstet ihr euch gegenseitig in Liebe? Seid ihr im Heiligen Geist verbunden? Gibt es unter euch Barmherzigkeit und Mitgefühl? 2Dann macht doch meine Freude vollkommen, indem ihr in guter Gemeinschaft zusammenarbeitet, einander liebt und von ganzem Herzen zusammenhaltet. 3Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. 4Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun.

5Geht so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat. 6Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. 7Er verzichtete auf alles;8 er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt. 8Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb. 9Deshalb hat Gott ihn in den Himmel gehoben und ihm einen Namen gegeben, der höher ist als alle anderen Namen. 10Vor diesem Namen sollen sich die Knie aller beugen, die im Himmel und auf der Erde und unter der Erde sind. 11Und zur Ehre Gottes, des Vaters, werden alle bekennen, dass Jesus Christus Herr ist.

Seid ein helles Licht in der Welt

12Liebe Freunde9, als ich bei euch war, habt ihr meine Anweisungen immer treu befolgt. Jetzt, in meiner Abwesenheit, müsst ihr noch mehr darauf achten, dass Gottes Liebe in eurem Leben sichtbar wird. Deshalb gehorcht Gott voller Achtung und Ehrfurcht.1013Denn Gott bewirkt in euch den Wunsch, ihm zu gehorchen, und er gibt euch auch die Kraft zu tun, was ihm Freude macht.11

14Was ihr auch tut, tut es ohne zu klagen und zu zweifeln, 15damit niemand euch irgendetwas vorwerfen kann. Als Kinder Gottes sollt ihr ein reines, vorbildliches Leben führen in einer dunklen Welt voller verdorbener und verirrter Menschen, unter denen euer Leben wie ein helles Licht leuchtet. 16Haltet am Wort des Lebens fest, damit ich mich, wenn Christus wiederkommt, freuen kann, dass ich das Rennen nicht verloren habe12 und meine Arbeit nicht vergeblich war. 17Doch selbst wenn mein Leben im Einsatz für euren Glauben geopfert werden soll, will ich mich freuen und möchte meine Freude mit euch allen teilen. 18Und auch ihr solltet glücklich darüber sein und euch mit mir freuen.

Paulus empfiehlt Timotheus

19Wenn Jesus, der Herr, es will, dann kann ich hoffentlich bald Timotheus zu euch schicken. Bei seiner Rückkehr kann er mich dann aufmuntern, indem er mir von euch berichtet. 20Ich kenne keinen, der so aufrichtig wie er um euch besorgt ist. 21Alle anderen sind nur auf sich selbst bedacht und nicht auf das, was Jesus Christus wichtig ist. 22Aber ihr wisst ja, wie Timotheus sich bewährt hat. Wie ein Sohn seinem Vater, so hat er mir geholfen, die Botschaft von Jesus Christus zu verbreiten. 23Ich hoffe, ihn zu euch schicken zu können, sobald ich genauer weiß, wie es mit mir weitergeht. 24Und ich vertraue im Herrn darauf, dass ich bald selbst zu euch kommen kann.

Paulus empfiehlt Epaphroditus

25In der Zwischenzeit hielt ich es für richtig, Epaphroditus zu euch zurückzuschicken. Er ist ein wirklicher Bruder für mich, ein treuer Mitarbeiter und Mitstreiter. Und er war euer Bote, um mir in meinen Schwierigkeiten beizustehen. 26Jetzt sende ich ihn wieder nach Hause, denn er hat Sehnsucht nach euch und war sehr beunruhigt, weil ihr von seiner Krankheit erfahren hattet. 27Und er war wirklich krank; er wäre sogar fast gestorben. Aber Gott hatte Erbarmen mit ihm – und mit mir, um mir einen so unerträglichen Schmerz zu ersparen.

28Deshalb habe ich es umso eiliger, ihn zu euch zurückzuschicken, denn ich weiß, wie sehr ihr euch freuen werdet, ihn wieder zu sehen. Das wird auch meine Traurigkeit mindern. 29Nehmt ihn also im Namen des Herrn13 gerne auf und erweist ihm die Ehre, die ihm zusteht. 30Denn er hat für Christus sein Leben aufs Spiel gesetzt und wäre beinahe gestorben, als er versuchte, für mich zu tun, was ihr in der Ferne nicht für mich tun konntet.

Christus ist das Zentrum aller Erkenntnis

3Phil Was immer auch geschehen wird, liebe Freunde14, freut euch im Herrn. Ich werde nicht müde, euch dies zu schreiben, denn es wird euch nur noch mehr stärken.

2Nehmt euch in Acht vor den Menschen, die sich verhalten wie bösartige Hunde, wie solche, die andere verstümmeln, denn sie behaupten, ihr müsstet euch beschneiden lassen, um gerettet zu werden. 3Denn wir, die wir Gott durch den Geist anbeten, sind die einzigen, die wirklich beschnitten sind. Wir setzen unser Vertrauen nicht auf menschliche Anstrengung, sondern sind stolz auf das, was Christus Jesus für uns getan hat.

4Dabei könnte ich weit größeres Selbstvertrauen haben als alle anderen. Wenn andere Grund haben, auf ihre eigenen Anstrengungen zu vertrauen, gilt das für mich erst recht! 5Denn ich bin das Kind einer rein jüdischen Familie, die zum Stamm Benjamin gehört, und wurde mit acht Tagen beschnitten. Wenn es also je einen wahren Juden gab, so bin ich einer15! Und nicht nur das: Ich gehörte zu den Pharisäern, die den strengsten Gehorsam gegen das jüdische Gesetz fordern. 6Die Gemeinde habe ich unerbittlich verfolgt. Und ich habe das jüdische Gesetz so streng befolgt, dass mir nie jemand etwas nachsagen konnte.

7Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat. 8Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe 9und mit ihm eins werde. Ich verlasse mich nicht mehr auf mich selbst16 oder auf meine Fähigkeit, Gottes Gesetz zu befolgen, sondern ich vertraue auf Christus, der mich rettet. Denn nur durch den Glauben werden wir vor Gott gerecht gesprochen. 10Mein Wunsch ist es, Christus zu erkennen und die mächtige Kraft, die ihn von den Toten auferweckte, am eigenen Leib zu erfahren. Ich möchte lernen, was es heißt, mit ihm zu leiden, indem ich an seinem Tod teilhabe, 11damit auch ich eines Tages von den Toten auferweckt werde!

Dem Ziel nachjagen

12Ich will nicht behaupten, ich hätte dies alles schon erreicht oder wäre schon vollkommen! Aber ich arbeite auf den Tag hin, an dem ich endlich alles sein werde, wozu Christus Jesus mich errettet und wofür er mich bestimmt hat. 13Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt, 14versuche ich, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Christus Jesus17 bestimmt hat.

15Ich hoffe, ihr, die ihr glaubt, stimmt darin mit mir überein. Wenn ihr in irgendeinem Punkt anderer Meinung seid, so glaube ich, dass Gott euch Klarheit schenken wird. 16Wir müssen jedoch darauf achten, dass wir der Wahrheit, die uns vermittelt wurde, auch gehorchen.

17Liebe Brüder, nehmt mich als Vorbild und lernt von denen, die unserem Beispiel folgen. 18Denn ich habe euch schon oft gesagt und wiederhole es erneut unter Tränen, dass viele Menschen durch ihr Verhalten zeigen, dass sie in Wirklichkeit Feinde des Kreuzes Christi sind. 19Sie enden im Verderben; ihr Gott ist ihr Bauch; sie sind stolz auf Dinge, für die sie sich schämen müssten, und denken an nichts anderes als an das Leben hier auf der Erde. 20Aber unsere Heimat ist der Himmel, wo Jesus Christus, der Herr, lebt. Und wir warten sehnsüchtig auf ihn, auf die Rückkehr unseres Erlösers. 21Er wird unseren schwachen, sterblichen Körper verwandeln, sodass er seinem verherrlichten Körper entspricht. Dies wirkt er durch dieselbe Kraft, mit der er sich überall alles unterwirft.

4Phil Liebe Brüder, ich liebe euch und habe Sehnsucht nach euch, denn ihr seid meine Freude und die Belohnung für meine Arbeit. Deshalb bleibt dem Herrn treu18, liebe Freunde.

Abschließende Gedanken des Apostels

2Und nun habe ich eine herzliche Bitte an Evodia und Syntyche: Beendet doch eure Meinungsverschiedenheiten, denn ihr gehört beide dem Herrn. 3Und dich, Syzygus, mein treuer Freund, bitte ich, diesen Frauen zu helfen. Sie haben doch mit großem Einsatz mit mir gearbeitet, um anderen von der guten Botschaft zu erzählen. Auch mit Klemens und meinen anderen Mitarbeitern haben sie zusammengearbeitet, deren Namen im Buch des Lebens geschrieben stehen.

4Freut euch im Herrn. Ich betone es noch einmal: Freut euch! 5Lasst alle sehen, dass ihr herzlich und freundlich seid. Denkt daran, dass der Herr bald kommt.

6Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. 7Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.

8Und nun, liebe Freunde19, lasst mich zum Schluss noch etwas sagen: Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen. 9Hört nicht auf, das zu tun, was ihr von mir gelernt und gehört habt und was ihr bei mir gesehen habt; und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Paulus dankt für die Spenden

10Ich freue mich sehr und danke Gott, dass ihr euch wieder um mich sorgt! Ich weiß, dass ihr immer um mich besorgt wart, aber eine Zeit lang hattet ihr keine Gelegenheit, mir zu helfen. 11Nicht, dass ich etwas gebraucht hätte! Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. 12Ob ich nun wenig oder viel habe, ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden: Ich kann einen vollen oder einen leeren Magen haben, Überfluss erleben oder Mangel leiden. 13Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche. 14Aber es war trotzdem richtig von euch, mir in meiner jetzigen schwierigen Lage zu helfen.

15Wie ihr wisst, wart ihr Philipper die einzigen, die mich finanziell unterstützten, als ich euch die Botschaft brachte und dann von Mazedonien aus weiterreiste. Keine andere Gemeinde hat das getan. 16Selbst als ich in Thessalonich war, habt ihr mir mehrmals Hilfe zukommen lassen. 17Das sage ich nicht, weil ich etwas von euch haben will. Ich wünsche mir vielmehr, dass ihr den verdienten Lohn für eure Freundlichkeit bekommt.

18Im Augenblick habe ich alles, was ich brauche – ja, sogar mehr als nötig! Ich bin reichlich versorgt durch die Geschenke, die ihr mir durch Epaphroditus geschickt habt. Sie sind wie der gute Geruch eines Opfers, das Gott freut. 19Und mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. 20So soll nun Gott, unser Vater, für immer und ewig geehrt werden. Amen.

Abschließende Grüße des Apostels

21Ich grüße alle bei euch, die Jesus Christus nachfolgen20. Die Brüder, die hier bei mir sind, lassen euch ebenfalls grüßen. 22Und auch alle anderen Gläubigen21 hier senden euch Grüße, besonders die, die im kaiserlichen Palast arbeiten.

23Ich wünsche euch die Gnade von Jesus Christus, unserem Herrn.22

11,1 Griech. Aufseher.

21,10 Griech. was das Wesentliche ist.

31,11 Griech. mit der Frucht der Gerechtigkeit.

41,12 Griech. Brüder.

51,14 Griech. viele Brüder im Herrn.

61,19 Griech. des Geistes von Jesus Christus.

71,21 Griech. Denn für mich ist das Leben Christus und das Sterben Gewinn.

82,7 O. Er legte seine mächtige Kraft und Herrlichkeit ab.

92,12a Griech. meine Geliebten.

102,12b Griech. erarbeitet euch mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung.

112,13 Griech. Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Wirken veranlasst nach seinem guten Plan.

122,16 Griech. nicht ins Leere gelaufen bin.

132,29 Griech. im Herrn.

143,1 Griech. Brüder; so auch in 3,13.

153,5 Griech. ein Hebräer von Hebräern.

163,9 Griech. auf meine eigene Gerechtigkeit.

173,14 Griech. aus dem Himmel.

184,1 Griech. steht fest im Herrn.

194,8 Griech. Brüder.

204,21 Griech. jeden Heiligen in Christus Jesus.

214,22 Griech. Heiligen.

224,23 Griech. Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist.

Der Brief an die Kolosser

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Inhaltsverzeichnis

Der Brief an die Kolosser

Grüße von Paulus

1Kol Diesen Brief schreiben Paulus, der von Gott zum Apostel für Christus Jesus berufen wurde, und unser Bruder Timotheus 2an die treuen Brüder in Christus, die in Kolossä leben.

Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater!

Dank und Gebet

3Wenn wir für euch beten, danken wir Gott, dem Vater von Jesus Christus, unserem Herrn, immer wieder für euch, 4denn wir haben gehört, dass ihr auf Christus Jesus vertraut und alle liebt, die zu Gott gehören. 5Denn ihr glaubt an die Hoffnung, die der Himmel für euch bereithält, wie ihr sie durch das Wort der Botschaft Gottes gehört habt. 6Diese gute Botschaft, die euch erreicht hat, verbreitet sich in der ganzen Welt. Überall verändert sie das Leben der Menschen, so wie sie euer Leben von dem Augenblick an verändert hat, als ihr die Wahrheit über die Gnade Gottes gehört und erkannt habt.

7Epaphras, unser lieber Mitarbeiter, hat sie euch gebracht, der für euch ein treuer Diener Christi ist1. 8Durch ihn haben wir von der Liebe erfahren, die der Heilige Geist euch geschenkt hat.

9Deshalb hörten wir nicht auf, für euch zu beten, seit wir zuerst von euch erfahren haben. Wir bitten Gott, euch Einsicht für das zu schenken, was er in eurem Leben bewirken will, und euch mit Weisheit und Erkenntnis zu erfüllen. 10Dann werdet ihr mit eurem Leben den Herrn ehren und ihn erfreuen mit allem, was ihr tut. Auf diese Weise werdet ihr Gott immer besser kennenlernen.

11Zugleich beten wir darum, dass ihr die herrliche Kraft Gottes erfahrt, damit ihr genug Geduld und Ausdauer habt für die Anforderungen, die an euch gestellt werden. Mit Freude 12sollt ihr ihm danken, weil er euch am Erbe derer beteiligt, die im Licht leben und zu ihm gehören. 13Denn er hat uns aus der Macht der Finsternis gerettet und in das Reich des geliebten Sohnes versetzt. 14Gott hat unsere Freiheit mit seinem Blut2 teuer erkauft und uns alle unsere Schuld vergeben.3

Christus – Vorbild und Versöhner

15Christus ist das Bild des unsichtbaren Gottes. Er war bereits da, noch bevor Gott irgendetwas erschuf, und ist der Erste aller Schöpfung. 16Durch ihn hat Gott alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist. Er machte alles, was wir sehen, und das, was wir nicht sehen können, ob Könige, Reiche, Herrscher oder Gewalten. Alles ist durch ihn und für ihn erschaffen. 17Er war da, noch bevor alles andere begann, und er hält die ganze Schöpfung zusammen.

18Christus ist das Haupt der Gemeinde, und die Gemeinde ist sein Leib. Er ist der Anfang und als Erster von den Toten auferstanden, damit er in allem der Erste ist. 19Denn Gott wollte in seiner ganzen Fülle in Christus wohnen. 20Durch ihn hat er alles mit sich selbst versöhnt. Durch sein Blut am Kreuz schloss er Frieden mit allem, was im Himmel und auf der Erde ist. 21Darin seid auch ihr eingeschlossen, obwohl ihr früher so weit von Gott entfernt wart. Ihr wart seine Feinde, und eure bösen Gedanken und Taten trennten euch von ihm, 22doch nun hat er euch wieder zu seinen Freunden gemacht. Durch seinen Tod am Kreuz in menschlicher Gestalt hat er euch mit sich versöhnt, um euch wieder in die Gegenwart Gottes zurückzuholen und euch heilig und makellos vor sich hinzustellen. 23Ihr müsst allerdings an dieser Wahrheit festhalten und euren Glauben bewahren. Weicht nicht von der Hoffnung ab, die euch geschenkt wurde, als ihr die Botschaft von Jesus Christus gehört habt. Diese Botschaft ist in der ganzen Welt verbreitet worden, und ich, Paulus, wurde von Gott berufen, sie zu verkünden.

Arbeit für die Gemeinde

24Ich freue mich, wenn ich für euch leiden darf, denn Christus hat für seinen Leib, die Gemeinde, gelitten. Nun gebe ich meinen Körper für das, was an seinen Leiden noch fehlt. 25Gott hat mich beauftragt, seiner Gemeinde zu dienen und bei euch seine Botschaft zu verkünden. 26Diese Botschaft war in der Vergangenheit über viele Jahrhunderte und viele Generationen hinweg wie ein Geheimnis verborgen; jetzt aber wurde es denen enthüllt, die zu ihm gehören4. 27Denn Gott wollte ihnen sagen, dass der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses auch für die anderen Völker bestimmt ist. Und das ist das Geheimnis: Christus lebt in euch! Darin liegt eure Hoffnung: Ihr werdet an seiner Herrlichkeit teilhaben.

28Deshalb erzählen wir überall, wo wir hinkommen, von Christus. Wir warnen die Menschen und lehren sie mit aller Weisheit, die Gott uns geschenkt hat, denn wir möchten sie als Menschen vor Gott hinstellen, die im Glauben an Christus vollkommen5 sind. 29Für dieses Ziel setze ich mich mit meiner ganzen Kraft ein, indem ich mich auf die mächtige Kraft von Christus verlasse, die in mir wirkt.

2Kol Ihr sollt wissen, wie sehr ich um euch und um die Gemeinde in Laodizea sowie um viele andere Freunde, die mich nie persönlich kennengelernt haben, gekämpft habe. 2Denn ich möchte, dass sie ermutigt werden und in Liebe miteinander verbunden sind. Ich wünsche mir, dass sie absolutes Vertrauen haben, weil sie das Geheimnis Gottes – das ist Christus – in seiner ganzen Größe erkennen und verstehen. 3In ihm liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.

4Ich sage euch das, damit euch niemand mit falschen Argumenten täuschen kann. 5Denn obwohl ich euch fern bin, bin ich in Gedanken doch bei euch. Und ich freue mich, weil ihr so ordentlich lebt, und weil ihr so fest an Christus glaubt.

Freiheit von Regeln und neues Leben in Christus

6Wie ihr nun Christus Jesus als euren Herrn angenommen habt, so lebt auch mit ihm und seid ihm gehorsam. 7Senkt eure Wurzeln tief in seinen Boden und schöpft aus ihm, dann werdet ihr im Glauben wachsen und in der Wahrheit, in der ihr unterwiesen wurdet, standfest werden. Und dann wird euer Leben überfließen von Dankbarkeit für alles, was er getan hat.

8Lasst euch nicht durch irgendwelche Gedankengebäude und hochtrabenden Unsinn verwirren, die nicht von Christus kommen! Sie beruhen nur auf menschlichem Denken und entspringen den bösen Mächten dieser Welt6. 9Denn in Christus lebt die Fülle Gottes in menschlicher Gestalt, 10und ihr seid durch eure Einheit mit Christus damit erfüllt. Er ist Herr über alle Herrscher und alle Mächte.

11Durch eure Zugehörigkeit zu Christus wurdet ihr beschnitten, aber nicht durch einen äußerlichen Eingriff. Eure Beschneidung kam durch Christus, und damit wurdet ihr von eurem alten Wesen abgetrennt. 12Denn als ihr getauft wurdet, wurdet ihr mit Christus begraben. Und ihr wurdet mit ihm zu neuem Leben auferweckt, weil ihr auf die mächtige Kraft Gottes vertraut habt, der Christus von den Toten auferweckt hat.

13Denn vorher wart ihr tot aufgrund eurer Schuld und weil euer altes Ich euch bestimmt hat7. Doch Gott hat euch mit Christus lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Schuld vergeben. 14Er hat die Liste der Anklagen gegen uns gelöscht; er hat die Anklageschrift genommen und vernichtet, indem er sie ans Kreuz genagelt hat. 15Auf diese Weise hat Gott die Herrscher und Mächte dieser Welt entwaffnet. Er hat sie öffentlich bloßgestellt, indem er durch Christus am Kreuz über sie triumphiert hat.

16Lasst euch deshalb von niemandem verurteilen, nur weil ihr bestimmte Dinge esst oder trinkt oder weil ihr bestimmte Feiertage, religiöse Feste8 oder Sabbate haltet oder nicht haltet. 17Denn diese sind nur ein Schatten des Zukünftigen. Die Wirklichkeit aber ist Christus selbst. 18Und wenn jemand zu euch kommt und Demut predigt oder Verehrung der Engel, dann lasst euch davon nicht ablenken9 – auch dann nicht, wenn er sich dabei auf das beruft, was er gesehen hat. Solche Menschen sind ohne Grund stolz und aufgeblasen. 19Sie haben keine Beziehung zu Christus, dem Haupt des Leibes. Denn der ganze Leib wird von ihm aus durch Gelenke und Sehnen unterstützt und zusammengehalten und wächst nur, wenn Gott Wachstum gibt.

20Ihr seid mit Christus gestorben, und er hat euch aus den Händen der Mächte dieser Welt befreit. Warum folgt ihr dann noch weltlichen Regeln wie: 21»Damit sollst du nichts zu tun haben, das sollst du nicht essen, dies nicht anfassen.« 22Solche Regeln sind nichts als menschliche Vorschriften für Dinge, die doch nur dazu da sind, von uns benutzt und verbraucht zu werden. 23Sie mögen weise wirken, weil sie Hingabe, Demut und strenge körperliche Disziplin verlangen. Aber sie sind ohne Wert und dienen nur menschlichen Zielen.

Das neue Leben

3Kol Da ihr mit Christus zu neuem Leben auferweckt wurdet, sucht Christus, der zur Rechten Gottes im Himmel sitzt. 2Denkt nicht an weltliche Angelegenheiten, sondern konzentriert eure Gedanken auf ihn! 3Denn ihr seid gestorben, als Christus starb, und euer wahres Leben ist mit Christus in Gott verborgen. 4Wenn Christus, der euer10 Leben ist, der ganzen Welt bekannt werden wird, dann wird auch sichtbar werden, dass ihr seine Herrlichkeit mit ihm teilt.

5Deshalb sollt ihr die Schwächen der Welt in euch abtöten: Haltet euch fern von Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit und falschen Leidenschaften. Seid nicht geldgierig, denn das ist Götzendienst. 6Wer so lebt, den wird Gottes schrecklicher Zorn treffen. 7Früher, als euer Leben noch von dieser Welt geprägt war, habt ihr euch so verhalten. 8Doch jetzt ist es an der Zeit, Ärger, Zorn, Bosheit, Verleumdung und schmutzige Reden aufzugeben. 9Belügt einander nicht, denn ihr habt eure alte, verdorbene Natur mit ihrem bösen Tun abgelegt 10und seid neue Menschen geworden, die ständig erneuert werden. Dies geschieht, indem ihr Christus immer ähnlicher werdet, so wie Gott es sich gedacht hat. 11Es kommt in diesem neuen Leben nicht darauf an, ob ihr Jude oder Grieche, beschnitten oder unbeschnitten seid, ob euer Volk zivilisiert oder primitiv ist11, ob ihr versklavt oder frei seid, sondern es kommt in allem nur auf Christus an und darauf, dass er in uns allen lebt! 12Da Gott euch erwählt hat, zu seinen Heiligen und Geliebten zu gehören, seid voll Mitleid und Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftheit und Geduld. 13Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst. 14Das Wichtigste aber ist die Liebe. Sie ist das Band, das uns alle in vollkommener Einheit verbindet. 15Euren Herzen wünschen wir den Frieden, der von Christus kommt. Denn als Glieder des einen Leibes seid ihr alle berufen, im Frieden miteinander zu leben. Und seid immer dankbar! 16Gebt den Worten von Christus viel Raum12 in euren Herzen. Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen. Singt Gott aus ganzem Herzen Psalmen, Lobgesänge und geistliche Lieder. 17Doch alles, was auch immer ihr tut oder sagt, soll im Namen von Jesus, dem Herrn, geschehen, durch den ihr Gott, dem Vater, danken sollt!

Anweisungen für Familien

18Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es für Menschen angemessen ist, die dem Herrn gehören! 19Ihr Männer, liebt eure Frauen und behandelt sie nicht grob!

20Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in allem! Denn das freut den Herrn. 21Ihr Väter, seid nicht ungerecht gegen eure Kinder13, sonst verlieren sie den Mut!

22Ihr Sklaven, gehorcht euren weltlichen Herren in allem, was ihr tut. Verrichtet eure Arbeit immer sorgfältig, nicht nur dann, wenn sie euch beobachten. Gehorcht ihnen bereitwillig, weil ihr Furcht vor Gott habt. 23Tut eure Arbeit mit Eifer und Freude, als würdet ihr Gott dienen und nicht Menschen. 24Vergesst nicht, dass der Herr euch mit dem himmlischen Erbe belohnen wird. Dient dem Herrn Jesus Christus! 25Wenn ihr jedoch Unrecht tut, werdet ihr auch die Folgen tragen müssen, denn Gott bevorzugt niemanden.

4Kol Ihr Sklavenbesitzer, behandelt eure Sklaven gerecht. Denkt daran, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt!

Ermutigung zum Gebet

2Hört nicht auf zu beten und Gott zu danken. 3Vergesst nicht, auch für uns zu beten, dass Gott uns viele Gelegenheiten schenkt, sein Geheimnis weiterzusagen: Die Botschaft von Christus. Das ist auch der Grund, warum ich in Ketten liege. 4Betet, dass ich diese Botschaft so klar verkünde, wie ich es sollte!

5Lebt klug unter den Menschen, die keine Christen sind, und macht aus jeder Gelegenheit das Beste!146Redet freundlich und klar mit ihnen,15 damit ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen am besten antworten sollt.

Letzte Anweisungen und Grüße des Apostels

7Tychikus, mein viel geliebter Bruder, wird euch alles Weitere von mir erzählen. Er ist ein treuer Helfer, der gemeinsam mit mir dem Herrn dient. 8Ich habe ihn auf diese Reise geschickt, damit er euch von uns berichtet und euch Mut macht. 9Außerdem schicke ich euch Onesimus, einen treuen und sehr lieben Bruder, der ja einer von euch ist. Er und Tychikus werden euch alle Neuigkeiten von uns berichten.

10Aristarch, der mit mir im Gefängnis sitzt, lässt euch grüßen, ebenso Markus, der Vetter von Barnabas. Seinetwegen habt ihr ja bereits Anweisungen erhalten; nehmt ihn also herzlich auf, wenn er zu euch kommt! 11Jesus – der, den wir Justus nennen – sendet euch ebenfalls Grüße. Das sind die einzigen Juden unter meinen Mitarbeitern; sie arbeiten hier mit mir für das Reich Gottes und sind mir ein großer Trost geworden.

12Epaphras, der aus eurer Stadt kommt und ein Diener von Christus Jesus ist, lässt euch grüßen. Er betet treu für euch, damit ihr stark seid und ganz und gar den Willen Gottes erkennt und auch danach handelt. 13Ich kann euch versichern, dass er sich wirklich für euch eingesetzt hat, wie auch für die Gläubigen in Laodizea und Hierapolis.

14Lukas, der geliebte Arzt, sendet seine Grüße; ebenso Demas. 15Bitte grüßt die Brüder in Laodizea von mir, auch Nympha sowie die anderen, die sich in ihrem Haus versammeln.

16Wenn ihr diesen Brief gelesen habt, gebt ihn an die Gemeinde in Laodizea weiter, damit auch sie ihn lesen kann. Lest auch den Brief, den ich an sie geschrieben habe. 17Sagt Archippus: »Bemühe dich, die Aufgabe zu erfüllen, die der Herr dir aufgetragen hat.«

18Hier ist mein Gruß – Paulus – in meiner eigenen Handschrift.

Denkt an meine Fesseln!

Ich wünsche euch die Gnade Gottes!

11,7 In manchen Handschriften heißt es er dient an eurer Stelle; in anderen er dient an unserer Stelle.

21,14a In manchen Handschriften fehlt die Wendung mit seinem Blut.

31,14b Griech. in dem wir die Erlösung und die Vergebung der Sünden haben.

41,26 Griech. seinen Heiligen.

51,28 O. erwachsen.

62,8 O. aus den Grundelementen dieser Welt; so auch in 2,20.

72,13 Griech. und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches.

82,16 Griech. Neumonde.

92,18 Griech. um den Siegespreis bringen.

103,4 In manchen Handschriften heißt es unser.

113,11 Griech. Barbar, Skythe.

123,16 Griech. reichlich.

133,21 Griech. reizt eure Kinder nicht (zum Zorn).

144,5 Griech. Wandelt in Weisheit gegenüber denen draußen und kauft die Zeit aus!

154,6 Griech. Eure Rede soll freundlich sein und mit Salz gewürzt.

Der erste Brief an die Thessalonicher

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Inhaltsverzeichnis

Der erste Brief an die Thessalonicher

Grüße von Paulus

11Thes Diesen Brief schreiben Paulus, Silas1 und Timotheus an die Gemeinde in Thessalonich – an euch, die ihr Gott, dem Vater, und Jesus Christus, dem Herrn, gehört.

Wir wünschen euch seine Gnade und seinen Frieden.

Der Glaube der Thessalonicher

2Wir danken Gott immer wieder für euch alle und beten ständig für euch. 3Und wenn wir mit unserem Gott und Vater über euch sprechen, denken wir an alles, was ihr im Glauben tut, an die Liebe, die sich in eurem Verhalten zeigt, und an die Geduld, mit der ihr auf Jesus Christus, unseren Herrn, hofft.

4Wir wissen, liebe Brüder, dass Gott euch liebt und dass er euch erwählt hat. 5Denn als wir euch die gute Botschaft brachten, geschah das nicht nur mit Worten, sondern auch mit Kraft, denn der Heilige Geist gab euch die Gewissheit, dass wir euch die Wahrheit sagten. Und ihr wisst auch noch, dass wir euch zuliebe so unter euch gelebt haben. 6Ihr seid unserem Beispiel ebenso gefolgt wie dem des Herrn. So habt ihr die Botschaft vom Heiligen Geist mit Freude angenommen, obwohl ihr deswegen viel Schweres erlebt habt. 7Auf diese Weise wurdet ihr für alle Christen in Griechenland2 zum Vorbild. 8Und nun geht das Wort des Herrn von euch aus zu den Menschen in Griechenland und weit darüber hinaus; denn wo immer wir auch hinkommen, erzählen uns die Leute von eurem Glauben an Gott. Wir brauchen ihnen gar nichts davon zu sagen, 9sie berichten ganz von selbst, wie herzlich ihr uns aufgenommen habt, wie ihr euch von den Götzen bekehrt habt, um dem wahren und lebendigen Gott zu dienen, 10und wie ihr die Rückkehr seines Sohnes vom Himmel erwartet – Jesus, den Gott von den Toten auferweckt hat. Er ist es, der uns vor dem kommenden Gericht rettet.

Paulus erinnert sich an seinen Aufenthalt

21Thes Ihr wisst selbst, liebe Freunde3, dass unser Aufenthalt bei euch nicht vergeblich war. 2Euch ist bekannt, wie wir in Philippi misshandelt wurden, bevor wir zu euch kamen, und wie sehr wir dort gelitten haben. Doch unser Gott gab uns den Mut, euch frei und offen seine Botschaft zu verkünden, trotz all der Gegenwehr, die wir erlebten. 3Daran könnt ihr sehen, dass unsere Verkündigung keiner Täuschung entspringt und wir nicht aus schlechten Motiven oder in betrügerischer Absicht predigten.

4Denn wir reden, weil Gott uns ausgewählt und die Verkündigung der Botschaft anvertraut hat. Es geht uns nicht darum, Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. 5Wie ihr wisst, haben wir nicht ein einziges Mal versucht, euch durch Schmeicheleien zu gewinnen. Und Gott ist unser Zeuge, dass wir uns nicht als Freunde ausgaben, um Geld von euch zu bekommen! 6Wir haben weder eure Anerkennung gesucht noch die anderer Menschen. 7Als Apostel des Christus hätten wir durchaus das Recht gehabt, etwas von euch zu verlangen, aber wir waren bei euch so sanft wie eine Mutter, die ihre Kinder nährt und umsorgt. 8Wir haben euch so sehr geliebt, dass wir euch nicht nur Gottes gute Botschaft brachten, sondern auch unser eigenes Leben mit euch geteilt haben.

9Ihr erinnert euch doch, liebe Brüder, wie hart wir bei euch gearbeitet haben. Tag und Nacht mühten wir uns ab, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen und niemandem zur Last zu fallen, während wir bei euch Gottes Wort predigten. 10Ihr selbst und Gott seid unsere Zeugen, dass wir uns euch allen gegenüber aufrichtig und anständig und tadellos verhalten haben. 11Ihr wisst, dass wir zu euch waren wie ein Vater zu seinen Kindern. 12Wir haben euch Mut gemacht und getröstet und euch ermahnt, so zu leben, dass Gott mit euch zufrieden sein kann. Denn er hat euch in sein Reich berufen und dazu, seine Herrlichkeit mit ihm zu teilen. 13Wir werden nie aufhören, Gott dafür zu danken, dass ihr seine Botschaft, die wir euch brachten, nicht für unsere eigenen Worte gehalten habt. Ihr habt sie als Gottes Wort aufgenommen – was sie ja auch wahrhaftig ist. Und dieses Wort wirkt weiter in euch allen, die ihr glaubt.

14Liebe Freunde4, ihr seid von euren eigenen Landsleuten verfolgt worden. So seid ihr den Fußstapfen der Gemeinden Gottes in Judäa gefolgt, die wegen ihres Glaubens an Christus Jesus ebenfalls unter ihrem eigenen Volk, den Juden, zu leiden hatten.

15Denn sie haben Jesus, den Herrn, getötet und auch die Propheten. Jetzt haben sie uns verfolgt und vertrieben. Sie leben nicht, wie Gott es will, und verhalten sich allen Menschen gegenüber feindselig. 16So versuchen sie zu verhindern, dass wir die Botschaft zu den anderen Völkern bringen, aus Angst, dass einige von ihnen gerettet werden. Auf diese Weise wird ihre Schuld immer größer, doch nun hat der Zorn Gottes sie endgültig eingeholt.

Bericht über die Gemeinden

17Liebe Freunde, wir waren für eine Weile von euch getrennt – doch nur räumlich, denn mit dem Herzen waren wir immer bei euch. Aber weil wir uns so danach sehnten, euch wieder zu sehen, bemühten wir uns sehr, zu euch zu kommen. 18Wir wären so gern gekommen, und ich, Paulus, habe es auch immer wieder versucht, aber der Satan hat es nicht zugelassen. 19Denn seid ihr nicht unsere Hoffnung und Freude und unser Stolz, wenn Jesus, unser Herr, wiederkommt und wir vor ihm stehen werden? 20Ja, ihr seid unsere Ehre und Freude.

31Thes Als wir es schließlich nicht mehr aushielten, beschlossen wir, dass ich allein in Athen bleiben sollte, 2und schickten Timotheus zu euch. Er ist unser Mitstreiter für Gott und unser Bruder in der Verbreitung der guten Botschaft von Christus. Wir schickten ihn zu euch, um euch zu stärken und im Glauben zu ermutigen 3und euch davor zu bewahren, durch die Schwierigkeiten, die ihr durchmachen musstet, verunsichert zu werden. Aber ihr wusstet natürlich, dass wir vor solche Hindernisse gestellt werden. 4Schon als wir noch bei euch waren, haben wir euch gewarnt, dass bald Schwierigkeiten kommen würden – und so geschah es dann auch, wie ihr ja wisst. 5Deshalb habe ich, als ich es nicht mehr aushielt, Timotheus zu euch geschickt, um herauszufinden, ob euer Glaube stark geblieben war oder ob der Versucher euch bezwungen hatte und unsere Mühe vielleicht vergeblich gewesen war. 6Nun ist Timotheus gerade mit der erfreulichen Nachricht zurückgekehrt, dass euer Glaube und eure Liebe immer noch genauso stark sind. Er hat erzählt, wie gern ihr an unseren Besuch zurückdenkt und dass ihr euch genauso nach einem Wiedersehen sehnt wie wir. 7In unseren Kämpfen und Schwierigkeiten hat es uns sehr getröstet, liebe Freunde5, dass ihr im Glauben fest geblieben seid. 8Durch euer Festhalten am Glauben werden wir gestärkt.

9Wie können wir Gott nur für euch danken! Ihr schenkt uns so viel Grund, voll Freude vor Gott zu kommen. 10Tag und Nacht beten wir für euch und bitten Gott um ein Wiedersehen, damit wir vollenden können, woran es euch im Glauben vielleicht noch fehlt.

11Wir wünschen uns, dass Gott, unser Vater, und Jesus, unser Herr, uns den Weg zu euch ebnen. 12Und wir bitten den Herrn, dass eure Liebe zueinander und zu allen Menschen wächst, damit sie so groß wird wie unsere Liebe zu euch. 13Dadurch werdet ihr innerlich stark, vollkommen und heilig vor Gott stehen, wenn Jesus, unser Herr, mit all denen, die zu ihm gehören6, wiederkommt. Amen.

Leben, wie Gott es will

41Thes Zum Schluss, liebe Brüder, bitten wir euch noch einmal im Namen von Jesus, dem Herrn, so zu leben, wie Gott es will und wie wir es euch gelehrt haben. Ihr richtet euch jetzt schon danach aus, und wir ermutigen euch, es immer mehr zu tun. 2Denn ihr erinnert euch, was wir euch durch Jesus, den Herrn, gelehrt haben. 3Gott möchte, dass ihr heilig seid; deshalb sollt ihr nicht unzüchtig leben. 4Dann wird jeder von euch so leben, dass er Gott Ehre macht75nicht in zügelloser Begierde wie jene Menschen, die Gott nicht kennen.

6Betrügt nie einen anderen Bruder, indem ihr ihn übervorteilt, denn der Herr wird jede dieser Sünden vergelten, wie wir euch bereits gesagt haben. 7Gott hat uns dazu berufen, heilig zu leben, und nicht, ein unreines Leben zu führen. 8Wer sich weigert, danach zu leben, der missachtet nicht etwa menschliche Vorschriften, sondern er lehnt Gott damit ab, der euch seinen Heiligen Geist geschenkt hat.

9Was aber die Liebe unter den Gläubigen betrifft, so brauche ich euch nichts darüber zu schreiben, denn Gott selbst hat euch gelehrt, einander zu lieben. 10Schon jetzt ist eure Liebe zu euren Freunden8 in ganz Mazedonien groß. Trotzdem bitten wir euch, Brüder, sie noch mehr zu lieben. 11Bemüht euch, ein ruhiges Leben zu führen, kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten und – wie schon gesagt – seht zu, dass ihr euch von der Arbeit eurer eigenen Hände ernähren könnt. 12Dann werden die Menschen um euch herum, die Gott nicht kennen, eure Lebensweise achten, und ihr seid nicht von anderen abhängig.

Die Hoffnung auf die Auferstehung

13Und nun, Brüder, möchte ich, dass ihr wisst, was mit denen geschieht, die bereits gestorben sind, damit ihr nicht traurig seid wie jene Menschen, die keine Hoffnung haben. 14Denn weil wir glauben, dass Jesus starb und wieder auferstanden ist, glauben wir auch, dass Gott durch Jesus alle verstorbenen Gläubigen wiederbringen wird, wenn Jesus kommt.

15Ich kann euch dies mit einem Wort des Herrn sagen: Wir, die noch leben, wenn der Herr wiederkommt, werden nicht vor den Toten zu ihm kommen. 16Denn der Herr selbst wird mit einem lauten Befehl, unter dem Ruf des Erzengels und dem Schall der Posaune Gottes vom Himmel herabkommen. Dann werden zuerst alle Gläubigen9, die schon gestorben sind, aus ihren Gräbern auferstehen. 17Und mit ihnen zusammen werden auch wir Übrigen, die noch auf der Erde leben, auf den Wolken hinaufgehoben werden in die Luft, um dem Herrn zu begegnen und in Ewigkeit bei ihm zu bleiben. 18Tröstet euch also gegenseitig mit diesen Worten!

51Thes Nun brauche ich euch wirklich nicht zu schreiben, wie und wann das alles geschehen wird, 2denn ihr wisst ja selbst genau, dass der Tag des Herrn unerwartet kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. 3Wenn die Menschen sagen: »Überall herrschen Frieden und Sicherheit«, dann wird die Katastrophe so plötzlich über sie hereinbrechen, wie eine Frau vor der Geburt ihres Kindes von den Wehen überwältigt wird. Und dann wird es kein Entkommen geben.

4Aber ihr, liebe Brüder, lebt nicht in der Finsternis und werdet nicht überrascht sein, wenn der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb. 5Denn ihr seid alle Kinder des Lichts und des Tages; wir gehören nicht der Finsternis noch der Nacht. 6Seid also wachsam und schlaft nicht wie die anderen. Bleibt besonnen und nüchtern! 7Die Nacht ist die Zeit zum Schlafen, und wer sich betrinkt, ist nachts betrunken. 8Wir dagegen, die im Licht leben, wollen einen klaren Kopf behalten. Wir wappnen uns10 mit Glauben und Liebe und schützen uns mit der Hoffnung auf Erlösung. 9Denn Gott wollte uns nicht strafen,11 sondern wollte uns retten durch Jesus Christus, unseren Herrn. 10Er starb für uns, damit wir, ob wir nun wachen oder schlafen, mit ihm leben. 11Deshalb sollt ihr einander Mut machen und einer den anderen stärken, wie ihr es auch schon tut.

Ein letzter Rat des Apostels

12Liebe Freunde12, wir bitten euch, dass ihr denen Respekt entgegenbringt, die euch vorangehen und leiten. Sie bemühen sich um euch und warnen euch vor dem, was falsch ist. 13Ihr sollt ihnen ihre Arbeit mit aufrichtiger Liebe danken. Und haltet Frieden untereinander! 14Brüder, wir fordern euch auf, den Faulen ins Gewissen zu reden und den Ängstlichen Mut zu machen. Geht behutsam mit den Schwachen um und habt mit allen Geduld!

15Seht zu, dass niemand Böses mit Bösem vergilt, sondern versucht immer, einander und auch allen anderen Gutes zu tun!

16Seid immer fröhlich. 17Hört nicht auf zu beten. 18Was immer auch geschieht, seid dankbar, denn das ist Gottes Wille für euch, die ihr Christus Jesus gehört.

19Unterdrückt den Heiligen Geist nicht. 20Verachtet das prophetische Reden nicht, 21sondern prüft alles, was gesagt wird, und behaltet das Gute. 22Meidet das Böse in jeglicher Form!

Abschließende Grüße des Apostels

23Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch. Er schütze euern Geist, eure Seele und euern Körper, damit sie unversehrt sind, wenn Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt. 24Gott, der euch berufen hat, ist treu; er wird halten, was er versprochen hat.

25Betet auch für uns, liebe Brüder!

26Grüßt einander in Liebe.13

27Ich bitte euch inständig im Namen des Herrn, diesen Brief allen14 vorzulesen.

28Wir wünschen euch die Gnade von Jesus Christus, unserem Herrn!

11,1 Griech. Silvanus.

21,7 Griech. Mazedonien und Achaja, zwei Regionen im Norden und Süden Griechenlands; so auch in 1,8.

32,1 Griech. Brüder.

42,14 Griech. Brüder; so auch in 2,17.

53,7 Griech. Brüder.

63,13 Griech. mit allen seinen Heiligen.

74,4 Griech. dass jeder von euch sich sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse. Der Ausdruck Gefäß kann hier sowohl für den eigenen Körper als auch speziell für die Frau gebraucht werden; im letzteren Fall bezieht es sich vermutlich auf das richtige Werben um eine Frau.

84,10 Griech. den Brüdern.

94,16 Griech. die Toten in Christus.

105,8 Griech. mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und als Helm mit der Hoffnung des Heils.

115,9 Griech. Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt.

125,12 Griech. Brüder.

135,26 Griech. Grüßt alle Brüder mit einem heiligen Kuss.

145,27 Griech. allen Brüdern.

Der zweite Brief an die Thessalonicher

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Inhaltsverzeichnis

Der zweite Brief an die Thessalonicher

Grüße von Paulus

12Thes Dieser Brief stammt von Paulus, Silas1 und Timotheus. Er ist geschrieben an die Gemeinde in Thessalonich, an euch, die ihr zu Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, dem Herrn, gehört.

2Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, dem Herrn!

Ermutigung in Zeiten der Verfolgung

3Liebe Brüder, wir hören nicht auf, Gott für euch zu danken: Und das ist nur richtig so, denn wir sind unendlich dankbar, dass euer Glaube immer stärker wird und eure Liebe zueinander wächst. 4Stolz erzählen wir überall in den anderen Gemeinden Gottes, wie geduldig ihr alle Verfolgungen und Schwierigkeiten ertragt und dennoch an eurem Glauben festhaltet. 5Daran kann alle Welt die Gerechtigkeit Gottes erkennen. Denn er wird euch vorbereiten für sein Reich, für das ihr jetzt leidet, 6und wird, weil er gerecht ist, alle strafen, die euch jetzt verfolgen. 7Euch, die ihr verfolgt werdet, und auch uns wird er Frieden schenken, wenn Jesus, der Herr, vom Himmel her erscheinen wird. Er wird mit seinen mächtigen Engeln kommen, 8inmitten von Feuerflammen, um das Gericht über diejenigen zu bringen, die Gott nicht kennen, und über diejenigen, die der Botschaft von Jesus, unserem Herrn, nicht gehorchen. 9Sie werden mit ewigem Verderben bestraft werden und für immer vom Herrn und seiner herrlichen Macht2 getrennt sein. 10Dies geschieht, wenn er kommen wird, um sich von denen, die zu ihm gehören3, loben und anbeten zu lassen. Ihr werdet dann unter denen sein, die ihn preisen, denn ihr habt geglaubt, was wir von ihm weitergesagt haben.

11Wir hören nicht auf, für euch zu beten, dass unser Gott euch für das Leben bereit macht, zu dem er euch berufen hat. Und wir beten, dass Gott eure guten Absichten und das, was ihr aus dem Glauben heraus tut, mit seiner Kraft erfüllt. 12Dann wird durch euch der Name von Jesus, unserem Herrn, geehrt, und ihr werdet mit ihm geehrt werden. Das alles wird möglich durch die Gnade unseres Gottes und Herrn Jesus Christus.

Die Ereignisse vor dem zweiten Kommen Christi

22Thes Und nun, liebe Brüder, zu der Wiederkehr von Jesus Christus und dazu, wie wir alle versammelt werden, um ihm entgegenzugehen. Wir bitten euch: 2Lasst euch nicht erschüttern und beunruhigen, wenn die Leute sagen, der Tag des Herrn habe schon begonnen. Selbst wenn sie behaupten, sie hätten eine Vision, eine Offenbarung oder sogar einen Brief von uns empfangen, glaubt ihnen nicht. 3Lasst euch durch ihre Worte auf keinen Fall täuschen!

Denn bevor es so weit ist, wird es zu einem Aufstand gegen Gott kommen, und der Mensch der Gesetzlosigkeit wird erscheinen – der, der Verderben bringt4. 4Er wird sich widersetzen und sich über alle Götter erheben und jeden Gegenstand der Verehrung und Anbetung zerstören. Er wird sich in den Tempel Gottes setzen und behaupten, er selbst sei Gott. 5Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch das schon gesagt habe, als ich noch bei euch war? 6Ihr wisst auch, was ihn zurückhält, denn er kann erst erkannt werden, wenn seine Zeit gekommen ist.

7Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon wirksam, und es wird verborgen bleiben, bis der, der es jetzt noch aufhält, weggenommen ist. 8Dann wird der Gesetzlose erkennbar werden, und Jesus, der Herr, wird ihn mit dem Hauch seines Mundes töten und durch sein Erscheinen vernichten, wenn er wiederkommt. 9Der Böse wird kommen, um mit mächtigen Taten und verlogenen Zeichen und Wundern das Werk des Satans zu tun. 10Mit üblen Täuschungen wird er die Menschen verführen, die ihrem Verderben entgegengehen, weil sie nicht an die Wahrheit glauben wollen, die sie retten könnte. 11Deshalb wird Gott eine große Blindheit5 über sie kommen lassen, und sie werden all die Lügen glauben. 12Und damit werden alle gerichtet, die der Wahrheit nicht geglaubt und an ihrer eigenen Ungerechtigkeit Gefallen gefunden haben.

Die Gläubigen sollen fest bleiben

13Wir aber hören nicht auf, Gott für euch zu danken, liebe Freunde6, denn ihr seid von Gott geliebt. Wir sind dankbar, dass er euch erwählt hat und dass ihr zu den Ersten gehören dürft7, die gerettet werden. Eure Rettung kommt durch den Heiligen Geist, der euch Jesus immer ähnlicher werden lässt, und euren Glauben an die Wahrheit.814Er hat euch dazu berufen durch unsere Botschaft von Jesus, damit ihr die Herrlichkeit von Jesus Christus, unserem Herrn, erlangt.

15Auf diesem Grund steht fest, liebe Brüder, und vergesst nichts von dem, was wir euch persönlich oder durch Briefe mitgegeben haben.

16Wir bitten für euch, dass Jesus Christus, unser Herr, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns in seiner Gnade bleibenden Trost und gute Hoffnung geschenkt hat, 17eure Herzen ermutige und euch stärke in allem, was ihr sagt und tut!

Paulus nennt ein Gebetsanliegen

32Thes Zum Schluss bitte ich euch, liebe Brüder, für uns zu beten. Betet vor allem, dass die Botschaft Gottes sich rasch ausbreitet und überall, wo sie hinkommt, gut aufgenommen wird, so wie es bei euch der Fall war. 2Und betet auch, dass wir vor boshaften und schlechten Menschen geschützt werden, denn nicht alle glauben an den Herrn. 3Aber der Herr ist treu; er wird euch stärken und euch vor dem Bösen9 bewahren. 4Und im Glauben an Gott sind wir zuversichtlich, dass ihr alles, was wir euch ans Herz gelegt haben, schon jetzt in die Tat umsetzt und das auch immer weiter tun werdet. 5Der Herr richte eure Herzen auf die Liebe zu Gott aus und auf das geduldige Warten auf Christus!10

Eine Ermahnung zur rechten Lebensweise

6Und nun, liebe Freunde11, geben wir euch im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, folgende Anweisung: Haltet euch von jedem Bruder fern, der untätig ist und nicht so lebt, wie wir es euch vorgelebt haben. 7Denn ihr wisst, dass ihr unserem Vorbild folgen sollt. Wir waren nicht faul, als wir bei euch waren. 8Nie haben wir Nahrung angenommen, ohne dafür zu bezahlen. Wir haben Tag und Nacht schwer gearbeitet, um euch nicht zur Last zu fallen. 9Dabei war es nicht so, dass wir nicht das Recht dazu gehabt hätten, aber wir wollten euch ein Beispiel geben, damit ihr euch danach richtet. 10Denn auch als wir noch bei euch waren, haben wir euch erklärt: »Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.«

11Wir haben nämlich gehört, dass einige von euch ein untätiges Leben führen, nicht arbeiten wollen und ihre Zeit nutzlos vertun. 12Im Namen von Jesus Christus, dem Herrn, appellieren wir an diese Leute und ermahnen sie, dass sie regelmäßig arbeiten und sich ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen sollen. 13Und was euch betrifft, liebe Brüder, so hört nicht auf damit, Gutes zu tun.

14Achtet darauf, wer unsere Anweisung nicht befolgen will, und haltet euch von ihm fern, damit er sich schämt. 15Betrachtet ihn jedoch nicht als Feind, sondern redet mit ihm wie mit einem Bruder und ermahnt ihn!

Abschließende Grüße des Apostels

16Der Herr des Friedens selbst gebe euch jeden Tag seinen Frieden, was immer auch geschieht! Der Herr sei mit euch allen!

17Hier ist mein Gruß, den ich – Paulus – mit eigener Hand schreibe. Das tue ich am Ende jedes Briefs, um zu zeigen, dass er wirklich von mir stammt.

18Ich wünsche euch allen die Gnade von Jesus Christus, unserem Herrn!

11,1 Griech. Silvanus.

21,9 Griech. von der Herrlichkeit seiner Stärke.

31,10 Griech. seinen Heiligen.

42,3 Griech. der Sohn des Verderbens.

52,11 Griech. eine wirkende Kraft des Irrtums.

62,13a Griech. Brüder.

72,13b In manchen Handschriften heißt es dass Gott euch von Anfang an erwählt hat.

82,13c Griech. Errettung in der Heiligung durch den Geist und im Glauben an die Wahrheit.

93,3 Es kann hier »das Böse« oder »der Böse« gemeint sein.

103,5 O: auf Gottes Liebe und die Geduld aus, die Jesus hatte.

113,6 Griech. Brüder.

Der erste Brief an Timotheus

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Der erste Brief an Timotheus

Grüße von Paulus

11Tim Dieser Brief stammt von Paulus, einem Apostel von Christus Jesus. Ich wurde berufen durch den Befehl Gottes, der uns gerettet hat, und durch Christus Jesus, auf den wir hoffen.

2Ich schreibe diesen Brief an Timotheus, der durch den Glauben wie ein eigenes Kind für mich ist.

Gnade, Barmherzigkeit und Frieden wünsche ich dir von Gott, unserem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.

Warnungen vor Irrlehren

3Als ich nach Mazedonien aufbrach, bat ich dich, in Ephesus zu bleiben und zu verhindern, dass dort falsche Lehren verbreitet werden. 4Lass nicht zu, dass die Menschen ihre Zeit mit endlosen Spekulationen über Fabeln und Stammbäumen vergeuden. Denn das führt nur zu Streit und hilft nicht, ein Leben im Glauben an Gott zu führen. 5Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben.

6Einige haben dieses Ziel jedoch völlig verfehlt und vertun ihre Zeit mit leerem Geschwätz. 7Sie möchten gern als Lehrer des Gesetzes gelten, verstehen aber selbst nicht, wovon sie reden und was sie so nachdrücklich behaupten. 8Wir wissen, dass diese Gesetze gut sind, wenn sie so verstanden und genutzt werden, wie Gott es wollte. 9Sie wurden jedoch nicht für den gemacht, der das Richtige tut, sondern für Menschen, die ungehorsam und rebellisch sind, die ohne Gott leben und sich in Schuld verstricken, denen nichts heilig ist und die alles Heilige entwürdigen, ja die ihren Vater oder ihre Mutter oder andere Menschen töten. 10Diese Gesetze sind für Menschen bestimmt, die Unzucht treiben, für Knabenschänder und Sklavenhändler, für Lügner und Meineidige und für solche, die auf andere Weise der gesunden Lehre widerstreben. 11Diese Lehre beruht auf der Botschaft von der Herrlichkeit Gottes, die unser großartiger Herr mir in seiner Gnade anvertraut hat.

Dankbarkeit für die Gnade Gottes

12Wie dankbar bin ich Christus Jesus, unserem Herrn, der mich stark gemacht, als vertrauenswürdig erachtet und zu seinem Dienst berufen hat, 13obwohl ich ihn früher verachtet habe! Ich habe die Gläubigen verfolgt und ihnen geschadet, wo ich nur konnte. Doch Gott hatte Erbarmen mit mir1, weil ich unwissend und im Unglauben handelte. 14Aber der Herr war freundlich und gnädig! Er hat mich erfüllt mit Glauben und mit der Liebe von Christus Jesus.

15Was ich sage, ist wahr und glaubwürdig: Christus Jesus kam in die Welt, um Sünder zu retten – und ich bin der Schlimmste von allen. 16Aber Gott hatte Erbarmen mit mir, damit Jesus Christus mich als leuchtendes Beispiel für seine unendliche Geduld gebrauchen konnte. So bin ich ein Vorbild für alle, die an ihn glauben und das ewige Leben erhalten werden. 17Ehre und Ruhm gehören Gott allein, dem ewigen König, dem Unsichtbaren, der nie stirbt und der allein Gott ist, in alle Ewigkeit. Amen.

Die Verantwortung des Timotheus

18Timotheus, mein Sohn, dies ist mein Gebot für dich, wie es dem entspricht, was die Propheten schon früher über dich vorausgesagt haben. Ihre Voraussagen sollen dich stärken, den guten Kampf zu kämpfen. 19Halte dabei an deinem Glauben an Christus fest und bewahre dir immer ein reines Gewissen. Denn einige haben gegen ihr Gewissen gehandelt und deshalb in ihrem Glauben Schiffbruch erlitten. 20Hymenäus und Alexander sind Beispiele dafür; ich habe sie dem Satan ausgeliefert, damit sie lernen, nicht länger Gott zu verachten.

Anweisungen über Fürbitte und Gottesdienst

21Tim Vor allem anderen fordere ich euch auf, für alle Menschen zu beten. Bittet bei Gott für sie und dankt ihm. 2So sollt ihr für die Herrschenden und andere Menschen in führender Stellung beten, damit wir in Ruhe und Frieden so leben können, wie es Gott gefällt und anständig ist. 3Das ist gut und macht Gott, unserem Erlöser, Freude. 4Er möchte, dass jeder gerettet wird und die Wahrheit erkennt. 5Denn es gibt nur einen Gott und nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Das ist Christus Jesus, der Mensch geworden ist. 6Er gab sein Leben2, um alle Menschen freizukaufen. Das ist die Botschaft, die Gott der Welt gab, als die Zeit dafür gekommen war. 7Und ich lüge nicht, sondern sage die Wahrheit: Ich wurde als Prediger und Apostel erwählt, um die Völker im Glauben und in der Wahrheit zu unterrichten.

8Überall, wo ihr euch versammelt, möchte ich nun, dass die Männer, wenn sie beten, ihre Hände rein zu Gott erheben. Sie sollen nicht von Zorn und Streit beschmutzt sein. 9Und ich möchte, dass die Frauen in ihrer Erscheinung Zurückhaltung üben, indem sie sich anständig kleiden und nicht durch ihre Frisur oder durch Gold, Perlen oder kostbare Kleider die Aufmerksamkeit auf sich lenken. 10Denn Frauen, die Gott ehren wollen, sollen dadurch anziehend wirken, dass sie Gutes tun.

11Eine Frau soll in der Stille und in aller Unterordnung lernen. 12Ich erlaube der Frau nicht, zu lehren oder über den Mann zu herrschen; sie soll sich still zurückhalten. 13Denn Gott schuf zuerst Adam und dann Eva. 14Und es war die Frau, nicht Adam, die durch den Satan getäuscht wurde und sich verführen ließ. 15Doch auch die Frau wird gerettet werden, wenn sie Kinder zur Welt bringt3 und vor allem, wenn sie beständig im Glauben und in der Liebe lebt, anständig und verlässlich vor Gott.4

Leiterschaft in der Gemeinde

31Tim Es stimmt, dass jemand, der ein Ältester5 sein möchte, eine sehr ehrenvolle Aufgabe anstrebt. 2Ein Ältester muss ein Mensch sein, der ein einwandfreies Leben führt. Er soll seiner Frau treu sein.6 Er soll Selbstbeherrschung haben, besonnen leben und einen guten Ruf besitzen. Er soll gastfreundlich sein und fähig, andere zu lehren. 3Er darf kein Trinker oder gewalttätiger Mensch sein, sondern er soll freundlich und friedliebend sein und darf nicht am Geld hängen. 4Es ist nötig, dass er ein guter Familienvorstand ist und dass seine Kinder ihn achten und ihm gehorchen. 5Denn wenn ein Mann es nicht versteht, seiner Verantwortung im eigenen Haus gerecht zu werden, wie soll er dann für Gottes Gemeinde sorgen?

6Ein Ältester sollte auch nicht erst vor kurzem gläubig geworden sein, damit er nicht stolz wird, schon so früh ein Amt innezuhaben, und der Teufel seinen Stolz benutzt, um ihn zu Fall zu bringen7. 7Außerdem soll er einen guten Ruf bei den Menschen außerhalb der Gemeinde haben, damit er nicht ins Gerede kommt und in die Falle des Teufels tappt.

8Genauso ist es notwendig, dass auch die Diakone geachtete und glaubwürdige Menschen sind. Sie dürfen keine Trinker sein und nicht nach maßlosem Gewinn streben. 9Sie sollen mit gutem Gewissen so leben, wie es der Wahrheit des Glaubens entspricht.810Bevor sie zu Diakonen ernannt werden, soll man ihnen andere Aufgaben in der Gemeinde übertragen, um sie zu prüfen. Wenn sie sich dabei bewähren, können sie als Diakone arbeiten.

11Auch ihre Frauen9 sollen geachtet sein und dürfen nicht abfällig über andere reden. Sie müssen besonnen und treu sein in allem, was sie tun.

12Ein Diakon soll seiner Frau die Treue halten und seine Kinder und sein Haus gut führen. 13Wenn Diakone ihre Aufgabe gut erfüllen, werden sie geachtet und leben ihren Glauben an Christus Jesus mit großer Zuversicht.

Die Wahrheit unseres Glaubens

14Ich schreibe dir diese Dinge, obwohl ich hoffe, bald bei dir zu sein, 15damit du, falls ich noch eine Weile nicht kommen kann, weißt, wie man sich im Haus Gottes verhalten soll. So sieht die Gemeinde des lebendigen Gottes aus, die eine Säule und Stütze der Wahrheit ist. 16Ohne Frage ist das Geheimnis unseres Glaubens groß:

Christus10 ist als Mensch erschienen und wurde durch den Geist11 gerecht gesprochen.

Er wurde von Engeln gesehen und den Völkern verkündet.

Viele Menschen in der Welt glaubten an ihn, und er wurde in den Himmel12 hinaufgenommen.

Warnungen vor Irrlehrern

41Tim Nun sagt uns der Heilige Geist ausdrücklich, dass manche sich am Ende der Zeit von dem abwenden werden, was wir glauben; sie werden auf Lügen hören und Lehren folgen, die von Dämonen stammen. 2Diese Lehrer sind Heuchler und Lügner, aber ihr Gewissen ist tot13.

3Sie werden behaupten, es sei falsch, zu heiraten, und falsch, bestimmte Dinge zu essen. Doch Gott hat diese Nahrungsmittel geschaffen, damit wir sie dankbar essen; denn wir sind Menschen, die die Wahrheit kennen und an sie glauben. 4Weil alles, was Gott geschaffen hat, gut ist, sollen wir nichts davon ablehnen. Wir dürfen es dankbar annehmen, 5denn wir wissen, dass es durch das Wort Gottes und durch das Gebet gesegnet wird.

Ein guter Diener von Christus Jesus

6Wenn du das den anderen erklärst, tust du damit deine Pflicht als ein würdiger Diener von Christus Jesus. Du lebst von der Botschaft des Glaubens und der wahren Lehre, der du gefolgt bist. 7Vergeude keine Zeit mit Streitereien über gottlose Ideen und Ammenmärchen, sondern nutze deine Zeit und Kraft, um im Glauben immer stärker zu werden. 8Körperliches Training hat einen gewissen Wert, aber geistliches Training ist noch viel wichtiger, denn es verspricht Gewinn in diesem wie auch im zukünftigen Leben. 9Diese Wahrheit sollte jeder gelten lassen.1410Wir arbeiten hart und leiden dabei viel15, denn unsere Hoffnung ist der lebendige Gott. Er ist der Erlöser aller Menschen, insbesondere der Gläubigen.

11Lehre diese Dinge und bestehe darauf, dass jeder sie lernt. 12Niemand soll dich gering schätzen, nur weil du jung bist. Sei allen Gläubigen ein Vorbild in dem, was du lehrst, wie du lebst, in der Liebe, im Glauben und in der Reinheit. 13Und bis ich komme, sollst du dich darauf konzentrieren, der Gemeinde die Schrift vorzulesen und die Gläubigen zu ermutigen und zu lehren!

14Vernachlässige die geistliche Gabe nicht, die du durch prophetische Reden empfangen hast, als die Ältesten der Gemeinde dir die Hände auflegten. 15Richte deine Aufmerksamkeit darauf und widme dich diesen Aufgaben, damit alle sehen können, wie du Fortschritte machst. 16Achte sorgfältig auf dich selbst und auf die Lehre. Bleib der Wahrheit treu, und Gott wird dich und alle, die dich hören, retten.

51Tim Sprich nie unhöflich mit einem älteren Mann16, sondern ermahne ihn mit allem Respekt, als wäre es dein eigener Vater. Mit den jüngeren Männern sprich, als wären es deine Brüder. 2Behandle die älteren Frauen wie deine eigene Mutter und die jüngeren Frauen mit Zurückhaltung, als wären sie deine eigenen Schwestern.

Ratschläge in Bezug auf Witwen, Älteste und Sklaven

3Kümmere dich um die Witwen, die sonst niemanden haben, der für sie sorgt. 4Wenn eine Witwe jedoch Kinder oder Enkel hat, haben vor allem diese die Pflicht, nach den Geboten Gottes zu leben17 und ihren Eltern das Gute, das sie ihnen gegeben haben, zurückzugeben, indem sie für sie sorgen. Das ist etwas, über das sich Gott freut.

5Doch eine Frau, die wirklich Witwe ist und ganz allein in dieser Welt steht, setzt ihre Hoffnung ganz auf Gott. Nacht und Tag bittet sie Gott um Hilfe und verbringt viel Zeit im Gebet. 6Dagegen ist die Witwe, die nur für das Vergnügen lebt, schon tot, obwohl sie noch lebt. 7Sage dies der Gemeinde weiter, damit sie anständig leben.

8Diejenigen jedoch, die nicht für ihre eigenen Verwandten sorgen – besonders wenn sie im selben Haushalt leben –, haben damit verleugnet, was wir glauben. Solche Leute sind schlimmer als Ungläubige.

9Eine Witwe soll dann in das Verzeichnis aufgenommen werden, wenn sie mindestens sechzig Jahre alt ist und ihrem Mann treu war18. 10Sie muss für das Gute, das sie getan hat, bei den anderen geachtet sein. Hat sie ihre Kinder gut erzogen? War sie freundlich zu Fremden? Hat sie anderen Gläubigen gerne gedient?19 Hat sie denen geholfen, die in Not geraten waren? War sie immer bereit, Gutes zu tun?

11Die jüngeren Witwen sollen nicht in das Verzeichnis aufgenommen werden, denn wenn ihr körperliches Verlangen stärker wird als ihre Hingabe an Christus, werden sie wieder heiraten wollen. 12Dann würden sie sich schuldig machen, ihr früheres Versprechen gebrochen zu haben. 13Außerdem gewöhnen sie es sich sonst an, faul zu werden und ihre Zeit damit zu vertrödeln, mit den Nachbarn zu klatschen, sich neugierig in die Angelegenheiten anderer einzumischen und Dinge zu sagen, die sie nicht sagen sollten. 14Deshalb rate ich diesen jüngeren Witwen, wieder zu heiraten, Kinder zu bekommen und sich um ihren eigenen Haushalt zu kümmern. Dann wird der Feind nichts gegen sie vorbringen können. 15Denn ich befürchte, dass einige bereits auf Abwege geraten sind und jetzt dem Satan folgen.

16Wenn eine gläubige Frau Witwen in ihrer Verwandtschaft hat, muss sie sich um sie kümmern und darf die Verantwortung nicht auf die Gemeinde abschieben. Dann kann die Gemeinde diejenigen versorgen, die wirklich allein dastehen. 17Älteste, die ihrer Aufgabe voll gerecht werden, verdienen Anerkennung und Lohn20, besonders diejenigen, die sowohl predigen als auch lehren. 18Denn die Schrift sagt: »Hindert einen Ochsen nicht am Fressen, während er das Korn drischt.« Und an anderer Stelle steht: »Wer arbeitet, hat auch Lohn verdient!«21

19Hört nicht auf Beschwerden gegen einen Ältesten, es sei denn, zwei oder drei Zeugen haben ihm etwas vorzuwerfen. 20Wer jedoch sündigt, soll vor der ganzen Gemeinde zurechtgewiesen werden, damit die anderen durch dieses Beispiel Gott fürchten lernen.

21Ich gebiete dir ausdrücklich in der Gegenwart von Gott und Christus Jesus und den heiligen Engeln, diese Anweisungen zu befolgen, ohne Partei zu ergreifen oder jemanden in irgendeiner Weise zu bevorzugen. 22Lege nicht voreilig jemandem die Hände auf. Beteilige dich nicht an den Sünden anderer. Halte dich selbst frei von Schuld.

23Trinke nicht nur Wasser. Du solltest wegen deines Magens auch ein wenig Wein trinken, weil du so oft krank bist.

24Denke daran, dass manche Leute ein schlechtes Leben22 führen, sodass jeder weiß, dass sie ins Gericht kommen werden. Aber es gibt andere, deren Schuld erst später sichtbar wird. 25Genauso ist jedem bekannt, wie viel Gutes manche Leute tun, während es andere gibt, von deren guten Taten man erst später erfahren wird.

61Tim Alle, die Sklaven sind, sollen ihre Herren uneingeschränkt ehren, damit der Name Gottes und seine Lehre nicht entehrt werden. 2Wenn euer Herr gläubig ist, ist das kein Grund, ihn weniger zu achten, nur weil ihr im Glauben Brüder seid. Ja, ihr sollt sogar noch härter arbeiten, weil ihr durch eure Bemühungen einem anderen Gläubigen23 helft.

Falsche Lehrer und wahrer Reichtum

Lehre diese Wahrheiten, Timotheus, und ermutige alle, sie zu befolgen! 3Jeder, der etwas anderes lehrt als die guten Worte von Jesus Christus, unserem Herrn, und nicht an der Lehre festhält, auf der unser Leben im Glauben beruht, 4der ist verblendet und unwissend. Ein solcher Mensch hat einen ungesunden Hang zu Streitereien und Wortgefechten, die zu Neid, Auseinandersetzungen, lästerlichen Reden und bösen Verdächtigungen führen 5und in dauerhaftem Streit enden. Solche Menschen haben ein verdorbenes Denken und kennen die Wahrheit nicht. Für sie ist das Leben mit Gott nur ein Mittel, sich zu bereichern.

6Wahrer Glaube und die Fähigkeit, mit wenigem zufrieden zu sein, sind tatsächlich ein großer Reichtum. 7Schließlich haben wir bei unserer Geburt nichts in die Welt mitgebracht und wir können auch nichts mitnehmen, wenn wir sterben. 8Deshalb wollen wir zufrieden sein, solange wir nur genug Nahrung und Kleidung haben. 9Menschen, die reich werden wollen, geraten nur in Versuchung und verstricken sich in so viele dumme und schädliche Wünsche, dass sie letztlich ins Verderben und in ihren eigenen Untergang stürzen. 10Denn die Liebe zum Geld ist die Wurzel aller möglichen Übel; so sind manche Menschen aus Geldgier vom Glauben abgewichen und haben sich selbst viele Schmerzen zugefügt.

Letzte Anweisungen des Apostels

11Aber du, Timotheus, gehörst Gott; deshalb sollst du dich davon fernhalten. Bemühe dich um ein Leben, so wie Gott es will24: geprägt von der Ehrfurcht vor Gott, von Glauben und Liebe, geführt mit Geduld und Sanftmut! 12Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Halte an dem ewigen Leben fest, zu dem Gott dich berufen hat und für das du ein gutes Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast! 13Und ich gebiete dir vor Gott, der allen Leben gibt, und vor Jesus Christus, der ja auch vor Pontius Pilatus ein gutes Bekenntnis abgelegt hat, 14seinen Geboten rein und vorbildlich zu folgen. Dann kann niemand dir etwas vorwerfen, bis Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt. 15Denn zur richtigen Zeit wird Christus vom Himmel her offenbart werden durch den gnädigen und allein allmächtigen Gott, den König der Könige und Herrn der Herren. 16Nur er allein wird nie sterben, und er wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann. Niemand hat ihn je gesehen oder kann ihn sehen. Ihm sei Ehre und Macht in alle Ewigkeit! Amen.

17Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein und nicht auf ihr Geld vertrauen, das bald vergehen wird. Stattdessen sollen sie ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen, damit wir uns daran freuen und es genießen können. 18Fordere sie auf, ihr Geld zu nutzen, um Gutes zu tun. Sie sollen reich an guten Taten sein, die Bedürftigen großzügig unterstützen und immer bereit sein, mit anderen zu teilen, was Gott ihnen gegeben hat. 19Auf diese Weise legen sie mit ihrem Besitz ein gutes Fundament für die Zukunft, um das wahre Leben zu ergreifen.

20Timotheus, bewahre, was Gott dir anvertraut hat. Meide alle gottlosen, hohlen Streitgespräche mit Menschen, die sich dir mit ihrer so genannten Erkenntnis entgegenstellen. 21Manche haben den Glauben verloren, weil sie deren Geschwätz gefolgt sind!

Wir wünschen euch allen Gottes Gnade!

11,13 Griech. wurde mit Erbarmen beschenkt.

22,6 Griech. sich als Lösegeld für alle.

32,15a O. werden gerettet, dadurch dass sie ihre Aufgabe als Mutter annehmen; oder werden durch die Geburt des Kindes gerettet werden.

42,15b Griech. wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligung mit Besonnenheit.

53,1 Griech. Aufseher; so auch in 3,2.

63,2 Griech. Mann einer (einzigen) Frau; so auch in 3,12.

73,6 O. unddemselben Gericht verfällt wie der Teufel.

83,9 Griech. Sie sollen das Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren.

93,11 O. die Frauen im Amt eines Diakons; das griech. Wort kann mit »Ehefrauen« oder »Frauen« übersetzt werden.

103,16a In manchen Handschriften heißt es Gott.

113,16b O. in seinem Geist.

123,16c Griech. in Herrlichkeit oder in die Herrlichkeit.

134,2 Griech. gebrandmarkt.

144,9 Griech. Dieses Wort ist glaubwürdig und aller Annahme wert.

154,10 In manchen Handschriften heißt es und kämpfen.

165,1 O. einem Ältesten.

175,4 Griech. aus Gottesfurcht für die eigene Familie zu sorgen.

185,9 Griech. die Frau eines (einzigen) Mannes war.

195,10 Griech. Hat sie den Heiligen die Füße gewaschen?

205,17 Griech. sind doppelter Ehre wert.

215,18 5. Mose 25,4; Lukas 10,7.

225,24 Griech. ein Leben in Sünde.

236,2 Griech. einem Bruder.

246,11 Griech. um Gerechtigkeit.

Der zweite Brief an Timotheus

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Inhaltsverzeichnis

Der zweite Brief an Timotheus

Grüße von Paulus

12Tim Dieser Brief stammt von Paulus, der durch den Willen Gottes zum Apostel von Christus Jesus wurde. Gott hat mich gesandt, um den Menschen von dem Leben zu erzählen, das der Glaube an Jesus Christus verspricht.

2Der Brief richtet sich an Timotheus, meinen geliebten Sohn.

Ich wünsche dir Gnade, Barmherzigkeit und Frieden von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, unserem Herrn.

Ermutigung zur Treue

3Ich danke Gott, dem ich mit einem reinen Gewissen diene, wie meine Vorfahren es taten. Nacht und Tag denke ich in meinen Gebeten an dich. 4Ich sehne mich danach, dich wieder zu sehen, denn ich erinnere mich an deine Tränen bei unserem Abschied. Und ich werde voller Freude sein, wenn wir wieder zusammen sein werden.

5Ich weiß, dass du dem Herrn aufrichtig vertraust, denn du hast den Glauben deiner Mutter Eunike und deiner Großmutter Lois. 6Deshalb ermutige ich dich dazu, die geistliche Gabe wirken zu lassen, die Gott dir schenkte, als ich dir die Hände auflegte. 7Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 8Schäme dich also niemals, vor anderen Menschen unseren Herrn zu bezeugen. Und schäme dich auch nicht für mich, obwohl ich für Christus im Gefängnis bin. Sei vielmehr durch die Kraft, die Gott dir gibt, bereit, gemeinsam mit mir für die Verbreitung der guten Botschaft zu leiden.

9Gott hat uns erlöst und berufen1; nicht aufgrund unserer Taten, sondern weil er schon lange, bevor es die Welt gab, entschieden hatte, uns durch Christus Jesus seine Gnade zu zeigen. 10Nun ist uns das alles durch das Kommen unseres Retters Jesus Christus offenbart worden. Er hat die Macht des Todes gebrochen und mit der guten Botschaft den Weg zum ewigen Leben ans Licht gebracht. 11Und Gott hat mich erwählt, ein Prediger, Apostel und Lehrer dieser Botschaft zu sein.

12Das ist der Grund, warum ich hier im Gefängnis leide! Aber ich schäme mich deswegen nicht, weil ich ja weiß, auf wen ich mein Vertrauen gesetzt habe, und weil ich sicher bin, dass er bis zum Tag seines Kommens bewahren kann, was mir anvertraut wurde2.

13Halte dich an das Vorbild der gesunden Lehre, die ich dir weitergegeben habe, und führe dein Leben in dem Glauben und in der Liebe von Christus Jesus! 14Bewahre sorgfältig, was dir anvertraut wurde; der Heilige Geist, der in uns lebt, hilft dir dabei.

15Wie du weißt, haben alle, die aus der Provinz Asien mit mir gekommen waren, mich verlassen; sogar Phygelus und Hermogenes sind fort. 16Ich wünsche Onesiphorus und seiner ganzen Familie Barmherzigkeit von Gott, denn er hat mich oft besucht und ermutigt. Er hat sich nie für mich geschämt, obwohl ich im Gefängnis war. 17Als er nach Rom kam, suchte er überall, bis er mich gefunden hatte. 18Möge der Herr ihm an dem Tag, an dem Christus wiederkommt, Barmherzigkeit erweisen! Und wie sehr er mir in Ephesus geholfen hat, weißt du ja selbst am besten.

Ein guter Kämpfer für Christus Jesus

22Tim Timotheus, mein lieber Sohn, werde stark durch die Gnade, die Gott dir in Christus Jesus schenkt. 2Was du von mir gehört hast, das sollst du auch weitergeben an Menschen, die vertrauenswürdig und fähig sind, andere zu lehren.

3Sei bereit, als ein treuer Kämpfer für Christus Jesus zu leiden. 4Und keiner, der in den Krieg zieht, verstrickt sich in die Angelegenheiten des täglichen Lebens, um dem zu gefallen, der ihn in seine Armee aufgenommen hat. 5Auch wer an einem Wettkampf teilnimmt, kann nur gewinnen, wenn er sich an die Regeln hält. 6Bauern, die schwer arbeiten, erhalten als Erste Anteil an den Früchten ihrer Arbeit. 7Denke über meine Worte nach. Der Herr wird dir in all diesen Dingen das nötige Verständnis geben.

8Denke an Jesus Christus, der als Mensch aus dem Geschlecht Davids stammte und von den Toten auferstanden ist. Das ist die Botschaft, die ich predige. 9Und weil ich sie predige, leide ich und wurde angekettet wie ein Verbrecher. Aber das Wort Gottes lässt sich nicht in Ketten legen. 10Ich bin bereit, alles zu ertragen, damit jene, die Gott erwählt hat, durch Jesus Christus gerettet werden und ewige Herrlichkeit bekommen.

11Dies ist ein wahres Wort: Wenn wir mit ihm sterben, werden wir auch mit ihm leben. 12Wenn wir mit ihm leiden, werden wir mit ihm herrschen. Wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen. 13Wenn wir untreu sind, bleibt er treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

Ein bewährter Arbeiter

14Erinnere die Menschen daran und fordere sie im Namen Gottes auf, sich nicht mehr um Worte zu streiten. Solche Wortklaubereien sind nutzlos und schaden nur denen, die ihnen zuhören. 15Strebe danach, dich vor Gott als guter Arbeiter zu bewähren, der sich nicht zu schämen braucht und der das Wort der Wahrheit kompromisslos predigt. 16Meide alles gottlose, dumme Geschwätz, das nur zu noch mehr Gottlosigkeit führt. 17Solches Geschwätz verbreitet sich wie ein Krebsgeschwür. Ein Beispiel dafür sind Hymenäus und Philetus. 18Sie haben den Weg der Wahrheit verlassen und behaupten, die Auferstehung von den Toten sei schon geschehen; auf diese Weise haben sie den Glauben mancher Menschen zerstört. 19Doch Gottes Wahrheit steht fest wie ein Grundstein mit folgender Inschrift: »Der Herr kennt die Seinen« und: »Wer den Namen des Herrn nennt, halte sich von Ungerechtigkeit fern.«3

20In einem wohlhabenden Haus gibt es Gefäße aus Gold und Silber und andere aus Holz und Ton. Die teuren Gefäße werden für besondere Anlässe benutzt, die preiswerten dagegen für das tägliche Leben4. 21Wer sich von solchen Menschen fern hält, wird wie eins der teuren Gefäße sein: rein, nützlich für den Hausherrn, geeignet für alles, was gut ist. 22Halte dich fern von allem, was die jugendlichen Leidenschaften weckt. Deine Ziele sollen Gerechtigkeit, Glauben und Liebe sein sowie Friede mit allen, die mit aufrichtigen Herzen den Herrn anrufen. 23Beteilige dich nicht an dummen, unreifen Auseinandersetzungen, die nur Streit auslösen. 24Ein Diener des Herrn darf nicht streiten, sondern er muss zu allen freundlich sein, überzeugend lehren und auch mit schwierigen Menschen Geduld haben können. 25Denen, die sich der Wahrheit widersetzen, soll er freundlich den richtigen Weg zeigen. Vielleicht wird ja Gott diese Menschen zur Umkehr bewegen, sodass sie die Wahrheit erkennen 26und zur Besinnung kommen. Dann werden sie aus der Falle des Teufels entkommen, der sie in seinem Bann hielt, sodass sie seinen Willen taten.

Die Gefahren der letzten Tage

32Tim Außerdem sollst du wissen, Timotheus, dass in den letzten Tagen der Welt schwere Zeiten kommen werden. 2Denn die Menschen werden nur sich selbst und ihr Geld lieben. Sie werden stolz und eingebildet sein, Gott verachten und ihren Eltern ungehorsam und undankbar begegnen. Nichts wird ihnen heilig sein. 3Sie werden lieblos sein und zur Vergebung nicht bereit; sie werden andere verleumden und keine Selbstbeherrschung kennen; sie werden grausam sein und vom Guten nichts wissen wollen. 4Ihre Freunde werden sie verraten, leichtsinnig handeln, sich aufspielen und ihr Vergnügen mehr lieben als Gott. 5Sie werden so tun, als seien sie fromm, doch die Kraft Gottes, die sie verändern könnte, werden sie ablehnen. Von solchen Leuten halte dich fern!

6Das sind genau die Leute, die sich in Häuser einschleichen und das Vertrauen von Frauen gewinnen5, in deren Leben sich viel Schuld angesammelt hat und die sich von ihren Leidenschaften beherrschen lassen. 7Solche Frauen wenden sich ständig neuen Lehren zu, ohne dass sie je die Wahrheit verstehen könnten. 8Und so wie Jannes und Jambres sich Mose entgegengestellt haben, so leben auch diese im Widerspruch zur Wahrheit. Ihr Geist ist verdorben und ihr Glaube nur geheuchelt. 9Aber sie werden damit nicht weit kommen. Eines Tages wird für jeden sichtbar werden, was für Narren sie waren, so wie es auch bei Jannes und Jambres geschah.

Paulus erinnert Timotheus an seine Verantwortung

10Aber du hast dich an das gehalten, was ich gelehrt habe, Timotheus, und hast dir die Art, wie ich lebe, und meine Ziele zu Eigen gemacht. An meinem Glauben, meiner Geduld und meiner Liebe hast du dir ebenso ein Beispiel genommen wie an meinem Durchhalten im Leiden. 11Du weißt, wie viel Verfolgung und Leid ich ertragen habe und wie ich in Antiochia, Ikonion und Lystra verfolgt wurde – aber der Herr hat mich aus allem errettet. 12Jeder, der an Christus Jesus glaubt und ein Leben zur Ehre Gottes führen will, wird Verfolgung erleben. 13Doch schlechte Menschen und Betrüger werden es immer schlimmer treiben. Sie werden andere in die Irre führen und dabei selbst in die Irre geführt werden.

14Du aber sollst dich treu an das halten, was ich dich gelehrt habe und was du gelernt und im Glauben angenommen hast, denn du weißt, wer dich unterrichtet hat. 15Von Kindheit an bist du in der heiligen Schrift unterwiesen worden, und sie kann dich weise machen, die Rettung anzunehmen, die der Glaube an Christus Jesus schenkt! 16Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun.617Durch die Schrift bereitet Gott uns umfassend vor und rüstet uns aus für alles, was wir nach seinem Willen tun sollen.

42Tim Ich bitte dich vor Gott und vor Christus Jesus, der eines Tages die Lebenden und die Toten richten wird, wenn er erscheinen wird, um sein Reich aufzurichten: 2Verkünde das Wort Gottes. Halte durch, ob die Zeit günstig ist oder nicht. In aller Geduld und mit guter Lehre sollst du die Menschen zurechtweisen, tadeln und ermutigen!

3Denn es kommt eine Zeit, in der die Menschen nicht mehr auf die gesunde Lehre hören werden. Sie werden sich von ihren eigenen Wünschen leiten lassen und immer wieder nach Lehrern Ausschau halten, die ihnen sagen, was sie gern hören wollen. 4Die Wahrheit werden sie ablehnen und stattdessen seltsamen Fabeln folgen.

5Du aber sollst dir in jeder Situation ein nüchternes Urteil bewahren. Scheue dich nicht, für den Herrn zu leiden. Setze dir zum Ziel, andere zu Christus zu führen.7 Erfülle die Aufgabe, die Gott dir anvertraut hat!

Abschließende Worte des Apostels

6Was mich betrifft, so wurde mein Leben schon als Opfer für Gott ausgegossen und der Augenblick meines Todes ist nahe. 7Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und bin im Glauben treu geblieben. 8Nun erwartet mich der Preis – der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir am großen Tag seiner Wiederkehr geben wird. Doch diesen Preis gibt er nicht nur mir, sondern allen, die seine Rückkehr herbeisehnen. 9Bitte komm, so bald du kannst! 10Demas hat mich verlassen, weil er die Dinge dieser Welt liebt, und ist nach Thessalonich gegangen. Kreszens ist nach Galatien gegangen und Titus nach Dalmatien. 11Nur Lukas ist bei mir. Bringe Markus mit, wenn du kommst, denn er wird mir bei meinem Dienst nützlich sein. 12Ich habe Tychikus nach Ephesus geschickt. 13Und vergiss nicht, mir den Mantel mitzubringen, den ich in Troas bei Karpus zurückließ. Bring auch meine Bücher mit und vor allem die Pergamente!

14Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan, doch der Herr wird es ihm nach seinen Taten vergelten. 15Nimm dich vor ihm in Acht, denn er hat sich gegen alles gestellt, was wir gesagt haben.

16Als ich das erste Mal dem Richter vorgeführt wurde, war niemand bei mir. Alle haben mich im Stich gelassen. Ich hoffe, es wird ihnen nicht angerechnet werden. 17Doch der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, sodass ich die Botschaft predigen konnte und alle Völker es hörten. Und er rettete mich vor dem sicheren Tod8. 18Der Herr wird mich vor jedem bösen Angriff retten und mich sicher in sein himmlisches Reich bringen. Gott gehört in alle Ewigkeit Ehre! Amen.

Abschließende Grüße

19Grüße Priska und Aquila von mir und alle, die im Haus von Onesiphorus leben! 20Erastus ist in Korinth geblieben, und Trophimus habe ich krank in Milet zurückgelassen.

21Beeile dich, damit du noch vor dem Winter hier ankommst. Eubulus schickt dir Grüße und ebenso Pudens, Linus, Klaudia und alle Gläubigen9.

22Der Herr sei bei dir! Ich wünsche euch allen seine Gnade!